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Die Geschichte des Teltower Damms

In den Straßen vom Teltower Damm
Die Geschichte keines anderen Hauses am Teltower Damm zeigt den Wandel der Straße zum Ende des 19. Jahrhunderts deutlicher, als die der Hausnummer 11. Heute befinden sich im Erdgeschoss die beiden alt eingesessenen Geschäfte der Firmen J.G. Obenaus (Augenoptik) und Orthmeier (Sanitätshaus) sowie ganz aktuell, im neu hergerichteten Gartenhaus, das Weinhaus von Magnus.

1889 wurde das prächtige Haus für den Gastwirt Fritz Kienast vom Maurermeister Fritz Schirmer gebaut. Ein außergewöhnlich großzügiges, dreistockiges Haus, kurz nach dessen Ferstigstellung Fritz Kienast stirbt. Sein Sohn richtet im linken Teil des Hauses eine Weinstube für die gehobene Zehlendorfer Kundschaft ein und betreibt einen Groß- und Einzelhandel für Weine. In der rechten Haushälfte fand sich zu dieser Zeit die Buch- und Schreibwarenhandlung von Wilhelm Kunkel.

Das äußere des Haus ist noch heute in nahezu originalem Zustand. Lediglich musste aus Kostengründen das im Kreg zerstörte Dach kostengünstiger wieder aufgebaut werden. Jedoch bleibt die Fassade ein typischen Beispiel für die Architektur der Gründerzeit und die handwerklichen Fähigkeiten des Zehlendorfer Mauermeisters Schirmer.

In den Straßen vom Teltower Damm
Der Bau des Hauses fällt in die für Zehlendorf so prägende Zeit des Wandels vom Dorf zum Vorort Berlins. Zu dieser Zeit, gegen Ende des 19. Jahrhunderts zog es viele Manschen nach Berlin. Ein typischen Beispiel für die Tatkraft der damaligen Zugezogenen ist die Geschichte des Ehepaares Wurl. Sie übernahmen 1898 eine in Zehlendorf vor dem Aus stehende Gemischwarenhandlung, bauten sie um und eröffneten ihre Einsenwarenhandlung. Binnen kurzer Zeit boten sie auch Haushaltswaren und Gartengeräte an. Kunden kamen aus Schlachtensee, Nikolassee, Wannsee und anderen angrenzenden Gemeinden nach Zehlendorf, was damals ein aufwendiger Weg war. Bekant wurden Wurls durch die Rasierklinge "Wurl´s Hausmarke", die bis nach Übersee Bekanntheit erlangte. 1950, durch die Kriegsfolgen musste das Unternehmen auf die Kunden der südlichen Nachbargemeinden verzichten, bekam die Fa. Wurl neue, moderne Schaufenster und läutete damit die moderne Zeit in der Geschäftsgestaltung Zehlendorfs ein.